Epitalon gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
Zuletzt geprüft am 2026-08-01. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
Das Kraniopharyngeom (zusammengesetzt aus lat. cranium = der Schädel, griech. pharynx = Schlund, „-om“ medizinisch Endung für Tumoren), nach dem erstbeschreibenden Pathologen Jakob Erdheim auch Erdheim-Tumor genannt, ist ein gutartiger Tumor, der durch eine Fehlbildung von Restgewebe im Bereich der Hirnanhangdrüse entsteht, der sogenannten Rachendachhypophyse. Diese Bildung des Restgewebes entsteht bereits embryonal, d. h. noch vor der Geburt. Die Gründe für diese Störung sind bislang nicht bekannt. Der auf kernspintomographischen Bildern sichtbare benigne (gutartige), evtl. zystische Tumor entsteht aus Resten der Rathke-Tasche, aus der der Vorderlappen der Hirnanhangdrüse während der Schwangerschaft entstanden ist. Der Tumor liegt deshalb im Bereich der Hirnanhangsdrüse. Das Kraniopharyngeom liegt in direkter Nähe zu Gehirnteilen, die sehr wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung sind. Die Nähe zum Sehnerv kann zu Sehbeeinträchtigungen bis hin zum Sehverlust führen, wenn das Kraniopharyngeom auf den Sehnerv drückt. Durch die Nähe zum Mittelhirn kann das Kraniopharyngeom bei Druck auf das Mittelhirn zu Schlaf-, Temperaturregulations- und Verhaltensstörungen führen.
Quellen: de.wikipedia.org
Benachbarte Hirnteile wie Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) und Hypothalamus sind für die Bildung vieler Hormone verantwortlich, die für Wachstum, Gewichtsregulation, Pubertätsentwicklung und Flüssigkeitshaushalt verantwortlich sind. Häufig bestehen die ersten Beschwerden der Patienten in Ausfallerscheinungen dieser Hormone, die dadurch hervorgerufen werden, dass das Kraniopharyngeom die Hirnanhangsdrüse und den Hypothalamus zerdrückt und funktionsunfähig macht. Darüber hinaus werden in direkter Nachbarschaft zum Kraniopharyngeom Eiweiße im Gehirn gebildet, die für den Tag-Nacht-Rhythmus, die Konzentrationsfähigkeit und das Essverhalten der Patienten eine wichtige Rolle spielen.
Quellen: de.wikipedia.org
== Symptome == partielle oder totale Hypophyseninsuffizienz mit großen Wasserausscheidungen (ab 8 l), große Wassereinnahme (ab 10 l) (Diabetes insipidus) und Kleinwuchs Symptome eines gesteigerten intrakraniellen Drucks (Kopfschmerzen, morgendliches Nüchternerbrechen) Sehstörungen (Gesichtsfeldausfälle, bitemporale Hemianopsie) Entwicklungsverzögerungen Leistungsverschlechterung
Quellen: de.wikipedia.org
== Histologie == Histologisch unterscheidet man zwei Typen eines Kraniopharyngeoms: Das adamantinöse und das papilläre Kraniopharyngeom. Beide werden von der Weltgesundheitsorganisation als gutartige Tumoren (WHO Grad I) eingestuft. Während der zystisch aufgebaute adamantionöse Typ sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter auftreten kann, wird der papilläre Typ fast ausschließlich im Erwachsenenalter beobachtet und verkalkt in der Regel nicht. Bei dem adamantinösen Kraniopharyngeom ist das Plattenepithel des Tumors in Strängen und Trabekeln angeordnet und kann neben der palisadenartigen Aufreihung des Epithels am Rand abschnittsweise auch Wirbel ausbilden. Die zystischen Hohlräumen können Reste von Hornsubstanz (Keratin) enthalten. Nicht selten entleeren sich diese während der Operation als maschinenöl-ähnliche Flüssigkeit. Beim papillären Kraniopharyngeom zeigt das Plattenepithel keine Ausreifungen und Ablagerungen von Hornsubstanz.
Quellen: de.wikipedia.org
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