Dies ist eine kompakte Übersicht zu Epitalon — geschrieben für Leser, die mehr als einen Absatz, aber kein Lehrbuch wollen.
Stand 2025-09-15. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
== Pankreaschirurgie == Im Jahr 1883 begründete Carl Gussenbauer die Pankreaschirurgie. Werner Körte publizierte 1898 grundlegende Arbeiten zur Chirurgie der Bauchspeicheldrüse. Der erste operative Heileingriff an der Bauchspeicheldrüse wurde 1904 von Erwin Payr durchgeführt. Methoden der um 1900 entwickelten operativen Entfernung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatektomie) reichen je nach Ausdehnung einer Pankreaserkrankung von der subtotalen Pankreatektomie über die Hemipankreatektomie bis zur Duodenopankreatektomie bzw. Totalpankreatektomie. Eine Pankreasschwanzresektion schlug Pierre Mallet-Guy 1936 (bei linksseitiger chronischer Pankreatitis) vor. (Mallet-Guy führte zur Behandlung von bestimmten Fällen der schmerzhaften chronischen Pankreatitis auch 1950 die linksseitige subdiaphragmale Splanchnektomie (Durchtrennung eines Eingeweidenerven) mit Resektion des Ganglion semilunare ein).
Quellen: de.wikipedia.org
== Literatur == Hans-Gunther Beger u. a.: The Pancreas: An Integrated Textbook of Basic Science, Medicine, and Surgery. 2. Auflage. John Wiley & Sons, New York City 2009, ISBN 978-1-4443-0013-0 (englisch). Markus W. Büchler u. a.: Pankreaserkrankungen. Akute Pankreatitis, Chronische Pankreatitis, Tumore des Pankreas. 2. Auflage. Karger, Basel 2004, ISBN 3-8055-7460-6. Detlev Drenckhahn (Hrsg.): Zellen- und Gewebelehre, Entwicklungslehre, Skelett- und Muskelsystem, Atemsystem, Verdauungssystem, Harn- und Genitalsystem. 16. Auflage. Urban & Fischer, München 2003, ISBN 3-437-42340-1. K. Heinkel, H. Schön: Pathogenese, Diagnostik, Klinik und Therapie der Erkrankungen des exokrinen Pankreas. Schattauer, Stuttgart 1964. Walter Hess: Die chirurgische Behandlung der Pankreaserkrankungen. Enke, Stuttgart 1954. Walter Hess: Die Erkrankungen der Gallenwege und des Pankreas. Thieme, Stuttgart 1961. John Malone Howard, Walter Hess: History of the Pancreas: Mysteries of a Hidden Organ. Springer, 2002, ISBN 0-306-46742-9 (englisch). Benedikt Ignatzek: Pankreaserkrankungen. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1094 f. Rudolf Nissen: Der chirurgische Eingriff am Pankreas. In: Der Internist. Band 2, 1961, S. 343 ff. Franz-Viktor Salomon: Anatomie für die Tiermedizin. 2. Auflage. Enke, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 321–323. K. Zimmermann: Bauchspeicheldrüse. In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): Chirurgie historisch gesehen.
Quellen: de.wikipedia.org
Die Insulinschocktherapie (englisch Insulin coma therapy, ICT, oder Deep insulin coma therapy, DICT) oder Insulinschockbehandlung wurde in der Psychiatrie auf den Vorschlag von Manfred Sakel ab 1933 eingesetzt, um die Symptome von Krankheitsbildern wie Psychosen, Depressionen oder Drogensucht zu behandeln. Sie wurde teilweise auch zusammen mit den Vorläufern der heutigen Elektrokonvulsionstherapie angewendet (Kombinationsschock). Die Insulinschockbehandlung ist heute aus dem psychiatrischen Alltag verschwunden. In älterer Literatur wird das Verfahren auch Insulinkur oder Insulin-Koma-Therapie genannt.
Quellen: de.wikipedia.org
== Vorgehen == Durch die Verabreichung von Insulin wurde eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) künstlich herbeigeführt und der Patient über mehrere Minuten in einem Koma gehalten. Hierbei konnte es auch zu einem Krampfanfall kommen. Ob der Krampfanfall oder die Hypoglykämie für die therapeutische Wirkung entscheidend war, blieb umstritten. Der Zustand wurde schließlich durch eine Injektion von Glucagon wieder beendet und der Patient kam wieder zu Bewusstsein. Das Glucagon regt den Körper dazu an, Glucose aus seinen Glucosespeichern auszuschütten, was den Blutzuckerspiegel wieder auf einen normalen Wert ansteigen lässt.
Quellen: de.wikipedia.org
== Verbreitung und Folgen == Die Insulin-Koma-Therapie war für einige Jahre (etwa von 1935 bis 1955) in der Psychiatrie eine anerkannte und verbreitete Behandlungsform gegen Schizophrenie und Depression, galt zeitweise sogar als Standardtherapie, bis ihre Wirkungslosigkeit schließlich bekannt wurde. Die Sterblichkeit der Methode lag bei 1 %, dazu kam eine unbekannte Anzahl von irreversiblen Gehirnschädigungen. Die Insulinschocktherapie wurde vollständig aufgegeben und durch die Elektrokrampftherapie, später durch die modernen Psychopharmaka abgelöst. Bekannte Patienten dieser Therapie waren der Singer-Songwriter Townes Van Zandt sowie der Mathematiker John Forbes Nash Jr.
Quellen: de.wikipedia.org
== Literatur == Anton von Braunmühl: Insulinshock und Heilkrampf in der Psychiatrie – Ein Leitfaden für die Praxis. 2. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1947. Hans Bangen: Geschichte der medikamentösen Therapie der Schizophrenie. Berlin 1992, ISBN 3-927408-82-4, S. 43–56. Helmut Gröger: Die Insulin-Schock-Therapie, ihre Problematik und grundsätzliche Bedeutung. In: Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für die Geschichte der Nervenheilkunde. 11, 2005, S. 209–224. Matthias Hamann-Roth: Die Einführung der Insulinschocktherapie im Deutschen Reich 1935 - 1937. Wetzlar 2001 Therese Walther: Die Insulin-Koma-Behandlung. Erfindung und Einführung des ersten modernen psychiatrischen Schockverfahrens. Berlin 2004.
Quellen: de.wikipedia.org
Sir Frederick Grant Banting (* 14. November 1891 in Alliston/Ontario, Kanada; † 21. Februar 1941 bei Musgrave Harbour in Neufundland) war ein kanadischer Chirurg und Physiologe. Von Banting zur Erforschung der Zuckerkrankheit angeregte Experimente durch ihn, John James Rickard Macleod, Charles Best und James Collip führten 1921 zur Isolierung von Insulin. Frederick Banting erhielt zusammen mit Macleod 1923 den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung des Insulins. Bis heute ist er mit 32 Jahren der jüngste Medizinnobelpreisträger. Er war der erste Kanadier überhaupt, der einen Nobelpreis gewann. Am 16. Mai 1945 ehrte die kanadische Regierung, vertreten durch den für das Historic Sites and Monuments Board of Canada zuständigen Minister, Banting und erklärte ihn zu einer „Person von nationaler historischer Bedeutung“. 1994 wurde er posthum in die Canadian Medical Hall of Fame aufgenommen.
Quellen: de.wikipedia.org
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